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Die ersten Stahlstelzen stehen

07. Juli 2011 | Solms | Wetzlarer Neue-Zeitung | Autor: Imke Janssen-Mignon

Arbeiten am Solarpark in Solms beginnen / Parlament tagt am 26. Juli
 
Solms. Auf dem Galgenberg in Solms wird schon gebaut: Die ersten Stahlstelzen für den neuen Solarpark sind bereits in den Boden gerammt worden, bevor der Bebauungsplan endgültig vom Parlament beschlossen wurde.
 
Bürgermeister Frank Inderthal (SPD) betonte aber im Gespräch mit dieser Zeitung, dass er das Einvernehmen aller Fraktionen habe und so den Beginn der Bauarbeiten rechtfertigen könne. Auch alle zuständigen Behörden hätten mittlerweile der Abweichung des Regionalplanes zugestimmt.
 
Mitte September soll über Beteiligung der Bürger informiert werden
 
Zu den jetzt auf der rund 5,5 Hektar großen Fläche zwischen den Stadtteilen Burgsolms und Oberndorf begonnenen Arbeiten gehört die Baugrundvorbereitung mit einer Bodenmodellierung. Grund: Die Solarpulte, die auf Stahlstelzen montiert werden, sollen der gegebenen Landschaftsform angepasst werden. "Das Gelände wird sinnvoll geglättet, damit die einzelnen Solartische sicher aufgestellt werden können", so Inderthal bei der Ortsbesichtigung. Das Gelände wurde in der Vergangenheit als Kalksteinbruch genutzt, bis es bis 1994 als Bauschuttdeponie gebraucht wurde.
 
Laut Inderthal hat der Inverstor "Sybac-Solar" aus Sinzig in Rheinland-Pfalz darauf gedrungen, die Pfosten schon zu setzen, bevor das Parlament in einer Sondersitzung am 26. Juli aus dem noch als Wohngebiet ausgewiesenen Fläche per Satzungsbeschluss endgültig das Baugebiet für die Sonnenenergie zu machen. "Das ist jetzt das eigene Risiko des Investors", so Inderthal weiter. Zudem soll der Park so schnell wie möglich fertig werden.
 
Des Weiteren hat bereits der Bau eines 2,5 Meter hohen Zaunes um das gesamte Gelände begonnen. Das müsse aus versicherungstechnischen Gründen gemacht werden. "Mitte September wird es in Solms eine Veranstaltung geben, bei der die Bürger über die Bürgerbeteiligung für das Projekt informiert werden sollen. Schließlich ist der Solarpark ausdrücklich ein Bürgersolarpark", betonte Inderthal.
 
Dabei haben die Bürger aus Solms und dem Umkreis die Möglichkeit Anteile in Höhe von bis zu 24 Prozent zu erwerben. Laut Vertrag ist der Pächter verpflichtet, "gemeinsam mit der Stadt Solms eine Gesellschaft mit der Bezeichnung "Energiegenossenschaft Mittelhessen" zu gründen, die die effektive Teilhabe der Einwohner der Stadt Solms und weiterer Bürger aus dem Lahn-Dill-Kreis an dem Solarpark ermöglicht". Die Mindesthöhe des Genossenschaftsanteils des einzelnen Bürgers an dem Investormodell für Bürger beträgt 1000 Euro.
 
Mit wieviel Prozent die Stadt Solms selbst in das Projekt einsteigt, wollte Bürgermeister Inderthal noch nicht festlegen. "Vorstellbar wäre eine Summe von maximal 300 000 Euro", so der Rathauschef. Insgesamt wird eine Summe in Höhe von rund acht Millionen Euro investiert. Nach der Fertigstellung des Solarparks und der Infoveranstaltung Mitte September wird es ein Zeitfenster von sechs bis acht Wochen geben, in dem die Bürger die Möglichkeit haben werden, sich zu beteiligen. "Alles, was dann nicht in Anspruch genommen wurde, geht en Block an Investoren von außerhalb", so Inderthal. Er hoffe aber, dass der Großteil der Anlage, die rund drei Megawatt Leistung bringen wird, was einem Verbrauch von 700 Haushalten entspricht, in Solmser Hand bleibt.
 

Die ersten Stahlstüzen des Solarpark in Solms sind bereits gesetzt. (Foto: Janssen-Mignon)