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Drohne filmt Riesen-Solarpark auf ehemaligem Flugplatz bei Bad Sobernheim

24. Februar 2012 | Rhein-Zeitung | Autor: Wolfgang Ziegler

Besuch aus dem Bayrischen Wald auf dem Gewerbepark Pferdsfeld. Christian und Tobias Oberberger kommen von weit her, um auf dem ehemaligen Nato-Flugplatz Pferdsfeld eine Drohne, ein unbemanntes Luftfahrzeug, aufsteigen und fliegen zu lassen. Dies jedoch nicht im militärischen oder geheimdienstlichen Einsatz, wohl aber zur Aufklärung, was sich auf dem Areal von Triwo tut. Der futuristisch wirkende „Multikopter“ filmte den laut Eigenwerbung größten Solarpark von Rheinland-Pfalz aus der Luft.

Die Oberbergers sind Deutschlands Spezialisten für Flugaufnahmen der besonderen Art. Ihr Flugobjekt kann bis zu sechs Kilogramm tragen und ist mit einer professionellen HD-Kamera ausgestattet. Der sogenannte „Multikopter“ fliegt mit 16 Motoren und ist dreiachs-stabilisiert. Die Eigenkonstruktion der Oberbergers kann senkrecht starten, in niedriger Höhe horizontale Flüge machen, landen und in der Luft schweben. Der Vorteil besteht darin, dass alle drei Raumachsen angesteuert werden können. Die modernen Geräte mit Steuerelektronik kann man sogar via GPS-Daten „in die Luft nageln“.

Das ermöglicht faszinierende Ein- und Ansichten von hoher Sogwirkung wie zum Beispiel in Pferdsfeld ein tiefer Flug über das neue riesige Photovoltaikfeld der Firma Sybac, das im April ans Netz gehen soll.

Anlass der ungewöhnlichen Dreharbeiten ist ein Film von Monika Kirschner, der am Dienstag, 6. März, um 18.10 Uhr im SWR-Fernsehen in der Sendung „Im Grünen“ zu sehen sein wird. Mitwirkende im Film sind auch die Grundschule Monzingen mit ihrer „Klimaschutz AG“ und Zeitzeuge Armin Kilian aus Eckweiler.

Robert Watkins, der stellvertretende Vorstandsvorsitzende von Sybac, freut sich über sein bisher größtes Einzelprojekt mit einer Nennleistung von 26,5 Megawatt auf einer Fläche von zirka 60 Hektar und 148.000 Modulen auf rund 5.600 Stahltischen. Die Anlage versorgt etwa 7 000 Vier-Personen-Haushalte, ersetzt zwölf Windkraftanlagen und spart im Jahr 17 000 Tonnen CO2 ein.

Für Watkins ist Pferdsfeld „ein Glücksfall“. Seine Firma sucht dringend solche Flächen wie Konversions- und Industriegebiete, nachdem Ackerflächen von der Flächenphotovoltaik ausgeschlossen sind.

Dass Pferdsfeld für einen Solarpark besonders geeignet ist, haben Monika Kirschner und der bekannte Journalist Franz Alt schon 1997 in der Sendung „Zeitsprung“ in einer Zukunftssimulation dargestellt. Damals wurden mit dem großen „Fly Out“ die Kampfpiloten der Bundeswehr abgezogen und der Flugplatz geschlossen. Gute Ideen für eine Folgenutzung waren damals rar. Jetzt, nach 15 Jahren, wird die Vision der Journalisten Wirklichkeit. Auch wenn der große Konversionserfolg bisher ausblieb, so kehrt mit dem Solarpark ein Stück Zukunft und vielleicht auch ein Stück Hoffnung in Pferdsfeld ein.