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Ein Solarpark für 60 Millionen Euro

27. Oktober 2011 | Bad Sobernheim/Pferdsfeld | Rhein-Zeitung | Autor: Armin Seibert

Bad Sobernheim/Pferdsfeld - Die Sybac Solar GmbH will einen Solarpark auf dem früheren Nato-Flugplatz Pferdsfeld errichten. Der Park umfasst rund 60 Hektar. Das Vorhaben kostet 60 Millionen Euro - und wird in der Spitze 28,5 Megawatt leisten.

Für die Anlage nördlich der Landebahn werden derzeit von der am Flugplatz ansässigen Firma „Bio Energie Nahetal“ Bäume gefällt. Die Zeit drängt, denn Ende des Jahres wird möglicherweise die Einspeisevergütung um bis zu 15 Prozent sinken.

Sybac-Pressesprecher Achim Nehrenberg ist optimistisch, dass das Vorhaben rechtzeitig fertig ist. Das Projekt „Pferdsfeld“ stand mehrfach zur Diskussion, habe sich jetzt aber kurzfristig entwickelt. Eigentümer der Flugplatzfläche ist die Trierer Triwo AG. Die Sybac betreibt in Deutschland Solaranlagen und Solarparks. In Rheinland-Pfalz wurden schon 13 dieser Parks realisiert – unter anderem in Kempfeld, Hasselbach und Leideneck im Hunsrück. Sybac hat rund 50 Mitarbeiter in Polch und Kehrig, darüber hinaus deutschlandweit fünf Tochterunternehmen. Das Unternehmen hat sich aus einem Ingenieur- und Handwerksbetrieb entwickelt, installierte zunächst Dach-Solaranlagen auf Wohnhäusern und Landwirtschaftshallen. 2009 wurde der erste Park in Betrieb genommen. Das größte Projekt: Ein 73 Hektar großer Park in Berlin, für den rund 70 Millionen Euro investiert wurden. Diese Summe lässt in etwa auf den für Pferdsfeld nötigen Finanzrahmen schließen, sagt Nehrenberg. Das entspricht etwa einem Betrag von 60 Millionen Euro.

Auch für die Freiflächenanlage Pferdsfeld wird ein eigenes Unternehmen angemeldet, das am Ort auch eines Tages Gewerbesteuern zahlen wird, betont der Sybac-Sprecher. Die Anlage soll Strom für die Versorgung von rund 7100 Drei-Personen-Haushalten liefern und jährlich fast 17 000 Tonnen CO2 einsparen.

Gebaut wird mit Modulen von Phonosolar, die auf Metalltische geschraubt werden. Die Tische ruhen auf Pfählen, die mit an Baggern installierten Rammen in die Erde getrieben werden. Nehrenberg: „Pro Megawatt werden etwa 65 Tonnen Stahl verbaut.“ Also rund 1850 Tonnen.

Auf die Frage, ob die Sybac in der Region weitere Energieprojekte verfolgt, antwortet Nehrenberg: „Im Prinzip Ja.“ Aber es sei noch nichts konkret. Nach dem Wegfall der Förderung von Solaranlagen etwa auf Ackerflächen sei man in Konversionsgebieten oder auch Randstreifen an Autobahnen und Bahnlinien auf der Suche nach geeigneten Flächen.