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Erneuerbare Energie aus Herzberg

22. Juni 2012 | Herzberg | Harzkurier | Autor: Florian Renneberg

Vor Ort über drei Millionen Kilowattstunden Solarstrom pro Jahr produzieren

Am Standort Birkenkreuz-Ost im Stadtteil Aue entsteht derzeit ein neuer Solarpark, dessen Fertigstellung noch für diesen Monat geplant ist. Der dort gewonnene Strom soll den Verbrauchern in der Region zugutekommen.

Im Herzberger Gewerbegebiet Birkenkreuz-Ost entsteht ein Solarpark,
der Ende Juni in Betrieb genommen werden soll. Foto: Paul Beier

Auf einer Gesamtfläche von rund 7,3 Hektar errichtet die Firma SYBAC Solar derzeit einen Solarpark mit einer Kollektorfläche von etwa 2,2 Hektar und einer Leistung von 3,2 Megawatt. Damit gehört der Herzberger Standort zu den mittelgroßen Parks des bundesweit tätigen Unternehmens.

Die Untergestelle sind bereits fertig, zurzeit werden die Kollektoren, die sogenannten Module, aufgebaut, sagte Achim Nehrenberg, Pressesprecher des Unternehmens. Bis zum 30. Juni soll der Park anlagenseitig in Betrieb genommen werden, wie es im Fachjargon heißt. Das bedeutet, dass einmal Strom durch die gesamte Anlage geflossen sein muss – ohne dass dieser zwingend ins Netz eingespeist werden musste.

2000 Tonnen weniger CO2 

Anlagen, die bis zu diesem Stichtag in Betrieb genommen wurden, profitieren unter bestimmten Umständen von der alten Einspeisevergütung, die die Bundesregierung senken möchte. Derzeit berät der Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat über die geplanten Kürzungen.

Photovoltaikanlagen wandeln Sonnenlicht in elektrischen Strom um, der wiederum mit Hilfe von sogenannten Wechselrichtern in das öffentliche Stromnetz eingespeist wird. Läuft der Park in Herzberg auf vollen Touren, sollen dort jährlich 3 120 000 Kilowattstunden gewonnen werden. Damit ließen sich 800 Vier-Personen-Haushalte ein Jahr lang mit Strom versorgen. Tatsächlich fließt der Strom allerdings in das Netz des regionalen Energieversorgers HarzEnergie. Das bringt CO2-Einsparungen von rund 2 000 Tonnen im Jahr.

Ursprünglich war die Stadt Herzberg davon ausgegangen, dass sich dereinst produzierendes Gewerbe an dem Standort niederlassen würde, vor dem Hintergrund der Energiewende begrüßt die Stadt jedoch die Errichtung des Solarparks. Auch von Seiten der Anwohner und heimischen Organisationen gab es keine Bedenken gegen den Bau. So lobte SYBAC Solar auch ausdrücklich die Zusammenarbeit mit der Stadt und HarzEnergie.

Der Bau von Solarparks ist nach aktueller Rechtslage nur in Gewerbegebieten, in Konversionsgebieten wie beispielsweise ehemaligen Kasernen oder Mülldeponien sowie unter bestimmten Voraussetzungen entlang von Auto- und Eisenbahnlinien erlaubt. Daher sind die Unternehmen bundesweit auf der Suche nach geeigneten Standorten.