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Im Schatten der Windräder entstehen im Hunsrück auch immer mehr Fotovoltaik-Anlagen.
Ein großer Solarpark ging in Hasselbach ans Netz.

23. Juli 2010 | Hasselbach | Rhein-Zeitung | Autor: Werner Dupuis

Hasselbach. Pünktlich zum Stichtag, dem 1. Juli, floss der erste Strom beim Hasselbacher Solarpark. Auf einer 6,8 Hektar großen, ehemals als Acker genutzten Fläche, werden – wenn die Sonne scheint – zwei Megawatt elektrische Energie erzeugt. Das genügt, um 600 Haushalte mit Strom zu versorgen.

Bauherr der 6 Millionen Euro teuren Anlage, die als riesige schwarze Fläche von allen ringsum liegenden Anhöhen zu sehen ist, ist Sybac- Solar, ein Unternehmen aus Kehrig in der Eifel, das sich auf den Bau und den Betrieb von Solaranalgen spezialisiert hat. Die Fläche an der Straße nach Wüschheim befand sich komplett im Besitz der Gemeinde Hasselbach. Sie erhält für die Nutzung eine jährliche Pacht von 14 000 Euro von dem Betreiber.

38 000 in China hergestellte stromerzeugende Module wurden in einem außergewöhnlichen Kraftakt von den Technikern in nur knapp drei Monaten montiert. Die Eile war geboten, da zum 1. Juli, dem Datum der Novellierung des Gesetzes zur Energie- Einspeisevergütung (EEG), die Anlage am Netz sein musste.

Zu diesem Termin wurden die garantierten Vergütungen von der Bundesregierung nämlich drastisch um 8 bis 13 Prozent gekürzt. Eine weitere Reduzierung erfolgt zum 1. Oktober. Die Vergütung ist für 20 Jahre staatlich garantiert. Bei landwirtschaftlich genutzten Flächen, wie zum Beispiel in Hasselbach, ist die gesamte Bezuschussung gestrichen. Trotzdem, so Investor Robert Watkins, lohne es sich wirtschaftlich auch weiterhin, in Solarenergie zu investieren. Die Lebensdauer der Module sind auf 25 und 30 Jahre ausgelegt. Danach ist eine Demontage des gesamten Parks oder ein Repowering möglich. Theoretisch war in Hasselbach eine noch größere Anlage möglich. Platz gibt es genug. Kapazitätsprobleme bei der Weiterleitung des Sonnenstroms in das vorhandene Stromnetz verhinderten dies.

Als Ergänzung zur Solartechnik setzt Hasselbach auch auf Windenergie. Zwei Rotoren werden im Gemeindewald an der Pydna gebaut. Zwei weitere Windräder werden im Staatswald entstehen. Die Genehmigungsverfahren sind bereits eingeleitet.