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In Polch hat größte Solaranlage des Landes eröffnet

23. Dezember 2011 | Polch | Rhein-Zeitung | Autor: Franz-Josef Dosio

Region - Als ein Standort der Gebäckproduktion ist Polch bereits europaweit bekannt. Jetzt wird in dem Maifeldort auch noch Strom produziert. Gestern wurde während einer Feierstunde im Beisein von Vertretern aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft die größte Fotovoltaikanlage in Rheinland-Pfalz der Öffentlichkeit präsentiert. Hersteller und Betreiber der Anlage ist das Unternehmen Sybac-Solar mit Hauptsitz in Kehrig.

Wer nach Polch kommt, für den ist sie weithin sichtbar: die gigantisch große Fotovoltaikanlage nahe dem früheren Lionsgebäude, in dem der Investor, die Sybac Solar, ihren Sitz hat. Heinz Israel

Zwei Monate Bauzeit

In einem außergewöhnlichen Tempo wurde die Fotovoltaikanlage errichtet. „Es dauerte nur zwei Monate, um die Anlage zu bauen“, sagte Firmenmitinhaber Christian Rautenberg. Dabei lobte er das Zusammenspiel mit der Stadtverwaltung Polch, der Verbandsgemeinde Maifeld und der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz. „In nur fünf Wochen lag uns die Baugenehmigung vor. Bereits im Vorfeld konnten wir vorbereitende Maßnahmen ergreifen“, berichtet Rautenberg. Das schnelle Tempo war nach Rautenberg aber auch geboten, um die Vergütung nach dem derzeit geltenden Energieeinspeisungsgesetz zu erhalten. Polch könnte sich seiner Überzeugung nach zu einem Exportstandort für Strom entwickeln. Sein Unternehmen ist nach wie vor auf der Suche nach geeigneten Standorten. Erfreulich für Polch war die Äußerung des Unternehmers, dass es zur Firmenphilosophie gehöre, die Kommunen, in denen derartige Anlagen errichtet werden, durch Gewerbesteuerzahlungen daran partizipieren zu lassen. „Es lohnt sich, mit uns zu fahren, denn wir sind uns der Steuerverantwortung durchaus bewusst“, so Rautenberg.

Landrat Dr. Alexander Saftig gab das Lob an seinen Beigeordneten Bernhard Mauel weiter, in dessen Geschäftsbereich das Genehmigungsverfahren lag. Saftig bezeichnete die Anlage als einen großen Erfolg, der erst aufgrund des guten Zusammenspiels möglich wurde.

Die Welt aus den Angeln heben

„Gemeinsam können wir die Welt aus den Angeln heben“, so der Kreischef. Bürgermeister Maximilian Mumm lobte in diesem Zusammenhang das Engagement seiner Mitarbeiter Udo Seifert (Wirtschaftsförderer) und Achim Wierschem (Bauwesen). „Die Stadt Polch könnte durch die Anlage komplett mit Strom versorgt werden. Wer weiß, vielleicht ist das der Anfang, das Maifeld autark in Sachen Stromversorgung zu machen“, so seine Überlegung, wobei er auch die Windkraftanlagen erwähnte, die bei Polch errichtet werden. „Am Beginn der Verhandlungen war ich skeptisch. Wie will man ein 20-Millionen-Projekt innerhalb von zwei Monaten durchziehen“, gestand Stadtbürgermeister Günter Schnitzler. „Eine Bürgergenossenschaft, die an einer derartigen Anlage beteiligt ist, das wäre mein Herzenswunsch“, fügte er an.