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Investor treibt auf früherem Flugplatz Pferdsfeld Aufbau von Solaranlagen voran

08. Dezember 2011 | Bad Sobernheim | Allgemeine Zeitung | Autor: Gert Schatto

Es war ein ehrgeiziges Ziel: Bis Ende des Jahres wollte die bei Mayen und in Polch arbeitende Sybac Solar GmbH auf dem ehemaligen Nato-Flugplatz Pferdsfeld einen 60 Hektar großen Solarpark errichten, der bis zu 28,5 Megawatt liefern sollte - Strom für 7 000 Drei-Personen-Haushalte, eine Investition von 60 Millionen Euro. Es werden 2011 aber erst mal nur zehn Megawatt. Auch von der Windkraft-Front gibt es Neuigkeiten: Die Planungsgemeinschaft Rheinhessen sieht in den im Südwesten des Flugplatzes Pferdsfeld gelegenen denkmalgeschützten Keltengräbern wohl keinen Grund gegen Windenergie-Anlagen.

Mit Hochdruck wird im Westbereich des ehemaligen Flugplatzes Pferdsfeld an der Aufstellung des Solarfeldes gearbeitet. Im Hintergrund sind die Halle 104 und das einstige Wachlokal erkennbar. Foto: Manfred Petzholdt

„Ein Gelände kann man beim Planen eben noch nicht einschätzen“, begründet Achim Nehrenberg, Pressesprecher der Sybac, die Verzögerungen beim Solarpark. Das Pferdsfelder Land habe mehr Probleme bereitet als erwartet, deshalb verzögerte sich die Montage. Nehrenberg rechnet mit immerhin 65 Tonnen Stahl pro Megawatt. Für zehn Megawatt wird Sybac also noch die in diesem Jahr gültige höhere Vergütung für Solarstrom kassieren, für die im nächsten Jahr montierten Module gibt es dann nur noch den von der Bundesregierung gesenkten Satz.

Bis zu 60 Monteure und drei Rammen im Einsatz

Sybac hat auf Pferdsfeld mittlerweile drei große Rammen im Einsatz, die die Stützen für die Module in den Boden setzen. Bis zu 60 Monteure arbeiten an der Anlage, in der nächsten Woche sollen drei weitere Rammen hinzukommen.

In der Nachbarschaft des Solarparks könnten sich dann bald gewaltige Windenergieanlagen erheben. Die Fachausschüsse der Planungsgemeinschaft Rheinhessen-Nahe haben die Anregungen und Bedenken aus den Kommunen, von Privatleuten und Verbänden zum sogenannten Windplan beraten und an Regionalvertretung und Regionalvorstand weitergegeben. Beide treffen sich in diesen Tagen. Aus der Tischvorlage für diese Sitzung, so ist zu erfahren, soll hervorgehen, dass die Planungsgemeinschaft keinen Grund sieht, die im Südwesten des Flugplatzes liegenden geschützten Grabstätten aus der Keltenzeit für Windkraft auszuklammern. Gleichwohl: Die Entscheidung, ob dort Windräder gebaut werden dürfen, will die Planungsgemeinschaft offenbar dem Bad Sobernheimer Verbandsgemeinderat überlassen, der dann im Zuge seines Flächennutzungsplanes zu befinden hat.

Wie bereits berichtet, sind auf dem Flugplatz von ursprünglich 40 Hektar Windenergiefläche nur noch 15 übrig geblieben. Die größten der modernen Anlagen brauchen laut Planungsgemeinschaft bis zu 17 Hektar Platz. Deshalb dürften auf dem Flugplatz-Gelände selbst höchstens zwei der bis zu 200 Meter hohen Propeller möglich sein. Außerhalb des Areals wird, auch wegen des dort zum Teil tief eingeschnittenen Geländes, mit bis zu sechs der Windkraft-Anlagen gerechnet.