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Nauroth setzt auf Sonnenenergie

31. Mai 2011 | Nauroth | Rhein-Zeitung | Autor:

Nauroth - Im Gewerbegebiet Nauroth entsteht derzeit einer der größten Solarparks im nördlichen Rheinland-Pfalz: Insgesamt 6,2 Megawatt Strom – ausreichend für 1200 Haushalte im Jahr – wird der Solarpark Nauroth ins Netz einspeisen. Generalunternehmer für den schlüsselfertigen Solarpark mit 27 000 polykristallinen Fotovoltaikmodulen auf 1120 Tischen ist die Firma Sybac-Solar aus Kehrig in der Eifel. Sie investiert hier rund 15 Millionen Euro mit hoher Eigenkapitalquote – Finanzierungspartner ist die Volksbank Montabaur.


 
In Nauroth errichtet die Firma Sybac-Solar derzeit den wohl größten Solarpark im Kreis Altenkirchen. Mit der Anlage sollen 6,2 Megawatt Strom produziert werden – damit können jährlich rund 1200 Haushalte versorgt werden. Foto Eva-Maria Stettner

Sybac-Geschäftsführer Dipl.-Ing. Robert Watkins und Projektentwickler Ferry Feist informierten jetzt mit Ortsbürgermeister Wolfgang Klees und Bürgermeister Konrad Schwan über das Projekt. Bei strahlendem Sonnenschein konnten sich Gemeinderatsmitglieder und RZ ein Bild vom Voranschreiten der vor acht Tagen begonnen Baumaßnahmen machen.

Schon in vier bis sechs Wochen soll der Solarpark fertiggestellt sein. Klees betont: „Es ist ein Projekt, dass kreisweit Interesse erzeugt. Wo jeder schreit ,Raus aus der Atomkraft' ist es zukunftsweisend.“ Seit acht Jahren versuche die Gemeinde Nauroth, produzierendes Gewerbe anzusiedeln – ohne Erfolg (derzeit laufen wieder Gespräche mit zwei Interessenten). Anfang des Jahres sei Sybac auf die Gemeinde zugekommen, um einen großflächigen Solarpark zu installieren. Im April wurde mit Sybac ein Pachtvertrag für acht der insgesamt zwölf Hektar Gewerbegebiet abgeschlossen – auf 20 Jahre mit Option, zweimal um fünf Jahre zu verlängern. Der Kreis als Miteigentümer des Geländes werde von der Gemeinde ausbezahlt, erklärte Schwan. Klees sagt: „Es dürfte das größte Solargelände im Kreis Altenkirchen sein. Und wir können damit unser Image verbessern. Bis in die 70er Jahre Kreismülldeponie, sind wir nun das Dorf, wo erneuerbare Energie großgeschrieben wird – auf vielen Dächern und dem Gemeindehaus sind auch bereits Solaranlagen.“

Sybac hat seine größte Anlage (27 Megawatt) 2010 in Berlin gebaut. Die Fläche in Nauroth ist laut Feist ein idealer Standort: leichter Südhang, kaum Beschattung. Auch im Winter könne Strom produziert werden (selbst diffuses Licht reiche), indes würden 80 Prozent in vier Sommermonaten erzielt. Mit dem umweltfreundlichen Strom könnten jährlich etwa 1200 Haushalte versorgt und gleichzeitig 5000 Tonnen an CO2-Emissionen eingespart werden. Zum Vergleich: Das würde für Nauroth (520 Haushalte), Mörlen und Rosenheim reichen. Da das 10-KV-Mittelspannnungsnetz in Nauroth die Leistung nicht aufnehmen kann, hat Sybac die RWE mit dem Bau einer 4,8 Kilometer langen, Solarpark eigenen, Leitung bis zum Umspannwerk Bindweide beauftragt.

Für die Fotovoltaikanlage werden derzeit die Pfosten in den Boden gerammt. Rund 70 Tonnen Stahl werden verarbeitet. In 14 Tagen soll auch der Zaun um die Betriebsanlage errichtet sein. Dann beginnt die Modulmontage. Für die Anlage wurde extra eine Firma mit Sitz am Standort gegründet: die Solarpark Nauroth GmbH & Co. KG. Gewerbesteuern werden somit in Nauroth gezahlt. Feist: „In Zukunft hoffen wir, den Strom nicht nur an den Netzbetreiber abgeben, sondern auch selbst anbieten und zum grünen Stromanbieter werden zu können.“ Eventuell werde der Solarpark auch Käufern angeboten – man habe mehr Interessenten als Parks. Die Anlage sei sehr wartungsarm und fernüberwacht. Die Gemeinde habe sich ein Vorkaufsrecht nach 20 Jahren einräumen lassen – da werde die Anlage noch mindestens 90 Prozent ihrer Leistung haben. Deadline für die Inbetriebnahme ist der 31. August, da dann die Vergütungsstufe nach Erneuerbare Energien-Gesetz wieder runtergesetzt wird.