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Oberdreis beteiligt sich am Solarwerk

08. Dezember 2010 | Oberdreis | Rhein-Zeitung | Autor:

Oberdreis - Die Gemeinde Oberdreis darf sich am Solarwerk auf dem Gelände der kommunalen Erddeponie als Gesellschafterin beteiligen. Die Neuwieder Kommunalaufsicht hat dafür grünes Licht gegeben. Damit ist Oberdreis kreisweit die erste Gemeinde, die eine Fotovoltaikanlage dieser Größe (etwa achteinhalb Fußballfelder) mitbetreibt.
 
Mit dem Investor Sybac-Solar GmbH laufen derzeit die Vertragsverhandlungen. Laut Ortsbürgermeister Dieter Klein-Ventur geht es nur noch um Details: „98 Prozent der Vereinbarungen stehen bereits.“ Ist die Tinte auf dem Schriftstück trocken, muss der Kreis noch einmal seinen Segen geben. Künftig wollen die Partner unter dem Firmennamen „SO Solarpark Oberdreis GmbH & Co.KG“ regenerativen Strom produzieren und ins Netz der Versorger einspeisen.

Für das Ja vom Kreis zur Beteiligung hat die Kommune eine entscheidende Voraussetzung erfüllt: Die Gemeinde kauft einen Teil der Anlage inklusive eines Wechselrichters, der etwa 23 Prozent (700 Kilowattpeak) der gesamten Fotovoltaikanlage (3000 Kilowattpeak) umfasst. Diesen Teil könnte Oberdreis im Notfall auch alleine weiterbetreiben. Somit ist gewährleistet, dass die Investition sich unverändert über die Einspeisevergütung rechnet.
 
Die Fotovoltaikanlage produziert so viel Strom, dass laut Klein-Ventur die Gemeinden Oberdreis und Rodenbach versorgt werden können – „vielleicht sogar noch darüber hinaus“. Weil der Strom physikalisch gesehen immer den kürzesten Weg nehme, würden die Oberdreiser zumindest tagsüber in der Tat den Strom verbrauchen, der im Solarwerk erzeugt wird.
 
Firmensitz der SO Solarpark Oberdreis GmbH & Co.KG ist Oberdreis. „Das war uns wichtig, weil so die Steuereinnahmen im Ort bleiben“, erklärt Klein-Ventur. Was die Beteiligung am Solarwerk an Euro und Cent pro Jahr für den Oberdreiser Haushalt bringt, dafür hat er noch keine Zahlen parat: „Eine fünfstellige Summe kann als gesichert angesehen werden. Wie hoch die ausfällt, muss nachgerechnet werden, wenn die Kreditverträge unterschrieben sind.“