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Positiv für die Umwelt"

28. März 2012 | Reurieth - Siegritz | Freies Wort - Südthürngen.de | Autor: Regina Haubold

Auch im Gewebegebiet Siegritz ist der Schritt in die solare Zukunft bereits allenthalben sichtbar. Dort entsteht eine weitere Fotovoltaik-Anlage mit 7,3 Hektar Fläche.

Siegritz - Keiner will den Absprung verpassen, seit die Energiewende von der Bundespolitik mit Power propagiert wird. So wundert es nicht, dass trotz gebremster Förderung großflächige Fotovoltaik-Anlagen im Trend sind. Auch im Gewerbegebiet Siegritz entstand in den vergangenen Wochen eine solche Anlage, die auf rund drei Megawatt ausgelegt ist. Dazu wurden 7,3 Hektar Gewebegebietsfläche an den künftigen Betreiber aus dem Rheinland verkauft.


 
Beim Aufbau der Solarmodule im Reuriether Ortsteil Siegritz. In spätestens vier Wochen soll die Anlage baulich fertiggestellt sein. Foto: frankphoto.de

Die Fotovoltaik-Anlage wird künftig von der Firma Sybac Solar aus Kehrig bei Koblenz betrieben, die eigens auch einen Betriebssitz im Reuriether Ortsteil Siegritz errichtet hat und allein in Thüringen vier derartiger Anlagen baut oder bereits betreibt, darunter eine in Artern (4,9 Megawatt); Schleiz (11,2 Megawatt) und Grabsleben (2,2 Megawatt). Deutschlandweit verfüge das im Jahre 2004 gegründete Unternehmen über 36 Solarparks, hieß es vom Sprecher der Firma.

Zweckverband gegründet
Das Gelände, das in der Regie eines im Jahre 1992 aus der Taufe gehobenen Gewerbegebietszweckverbandes erschlossen und vermarktet wurde - und zu dem Themar, Reurieth (mit Siegritz), Beinerstadt, Grimmelshausen, Henfstädt, Kloster Veßra und St. Bernhard gehören - umfasst eine Gesamtfläche von 14,5 Hektar. In den vergangenen Jahren konnten rund fünf Hektar an Gewerbetreibende veräußert werden. Ein Teil der übrigen Fläche bot sich geradezu als Areal für Fotovoltaik an. Die Anlage erstreckt sich nunmehr links und rechts der Bundesstraße 89. Auf der linken Seite, von Hildburghausen kommend, wurde nach Aussagen des Bauamtsleiters der VG Feldstein, Burkhard Köhler, eine Fläche von 5,97 Hektar mit 17.321 Quadratmetern Fotovoltaikmodulen bebaut. Auf der rechten Seite entstand im zweiten Bauabschnitt auf 1,4 Hektar ein Fläche mit 6.286 Quadratmetern Fotovolktaikmodulen.

Wie die Pressestelle des Solaranbieters mitteilte, wird die Anlage in den nächsten drei Wochen fertig gestellt. Wann sie allerdings ans örtliche Energieversorgungsnetz angeschlossen wird, liege im Ermessen des hiesigen Stromanbieters. Von der Betreibung der Anlage profitiert Reurieth freilich nur indirekt, nämlich im Wege der Gewerbesteuer. Gleiches bestätigt auch der Chef des Gewerbegebietszweckverbandes, der Themarer Bürgermeister Hubert Böse. Man habe sich bei der Entscheidung nicht leicht getan, gestand Böse, ein bereits voll erschlossenes Gewerbeareal für Fotovoltaik herzugeben. Doch die gesetzgeberischen Vorgaben, die sich - im Hinblick auf den Förderrückgang ab 1. April - für kommunale Gewerbegebiete ergaben, hätten schließlich den Ausschlag gegeben. Zudem sei die Anlage "positiv für die Umwelt".

Parameter der Anlage
Die künftige Anlagenleistung in Reurieth wird auf einer Fläche von 7 Hektar mit 4,3 Megawatt angegeben. Der Ertrag wird mit 4,2 Millionen Kilowattstunden pro Jahr prognostiziert. Das entspricht der Stromversorgung von etwa 1100 Vier-Personen-Haushalten. Die Kohlendioxid-Einsparung wird mit 2500 Tonnen jährlich veranschlagt. Die Baukosten belaufen sich auf rund 7,2 Millionen Euro.