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Sauberer Strom für eine kleine Stadt

07. April 2011 | Eiche | Märkische Oderzeitung | Autor:

Eiche (moz) In Eiche wird jetzt mehr Strom aus Sonnenenergie produziert, als die rund 13 000 Einwohner der gesamten Gemeinde Ahrensfelde verbrauchen. Ahrensfelde ist damit bei der Stromversorgung gleichsam zur Null-Emmissions-Gemeinde aufgestiegen. Der Grund: Gestern wurde der Solarpark Eiche von der Firma Sybac Solar Berlin mit einer Leistung von maximal 26,4 Megawatt offiziell in Betrieb genommen. Das Solarkraftwerk soll 20 bis 25 Jahre sauberen Strom für 5000 bis 7000 Haushalte liefern. Pro Haushalt wird im Schnitt mit etwa drei Bewohnern gerechnet. Und nicht nur bei der Stromproduktion, sondern auch wenn die Module wieder abgebaut werden, „entsteht keine Umweltbelastung“, sagte Sigmar Kapitola von Sybac Solar.
 

 
Sonnen-Kraftwerk bei Eiche: Wo einst in 28 riesigen Betonbecken Klärschlamm getrocknet wurde, wird nun auf umweltverträgliche Weise Energie gewonnen. © MOZ/Sergej Scheibe

Nicht nur die Erzeugung von Energie auf umweltverträgliche Weise bedeutet für Eiche einen Fortschritt. Mit dem Bau der Anlage wurde zugleich ein altes Problem beseitigt. Das Solarkraftwerk wurde auf der rund 73 Hektar großen Fläche der ehemaligen Klärschlammtrocknungsanlage der Berliner Wasserbetriebe errichtet, so dass für diese problematische Brache eine Nachnutzung gefunden wurde. Dafür wurden allein 28 Klärschlammbecken entsorgt oder geschreddert. „Die Gemeinde wollte diesen Park und sie ist froh, dass ein Investor gefunden wurde, der das Vorhaben gestemmt hat“, sagte Ahrensfeldes Bürgermeister Wilfried Gehrke.

Der in Eiche erzeugte Strom wird im Umspannwerk Neuenhagen in das Netz eingespeist. Die Kabeltrasse dorthin wurde ebenfalls von der Sybac Solar verlegt. Insgesamt investierte das Unternehmen 70 Millionen Euro, so Sigmar Kapitolo. Die Investoren seien Pensionskassen, die mit den Gewinnen der Anlage die Altersversorgung ihrer Versicherten finanzieren.

Die ersten Ideen zur Errichtung des Solarparks entstanden vor sieben Jahren. Zwei Investoren hatten sich an dem Vorhaben versucht. Jetzt wurde es in einer Rekordbauzeit von knapp sechs Monaten realisiert.

Nicht ohne Stolz nennt Kapitolo weitere Zahlen. Insgesamt wurden 226 000 Module verbaut und 650 Kilometer Kabel verlegt. Die Stahlgestelle haben ein Gesamtgewicht von 2550 Tonnen. Bei der Errichtung der Anlage wurden 200 Arbeitnehmer beschäftigt.