Sybac Solar News: Infos über realisierte Projekte an vielen verschiedenen Standorten und aktuelle Nachrichten zu Sybac Solar.

Solarpark-Beteiligung gilt nur für Eigenkapital

12 September 2011 | Solms | Wetzlarer Neue-Zeitung | Autor: Sabine Preisler

Nicht mehr Prozentsatz von Gesamtinvestition / Inderthal: In jedem Fall rund 1100 Anteilsscheine für Bürger

Solms. Wie viel Anteile am Solarpark kauft die Stadt, wie viele stehen für Bürger bereit? Vor der öffentlichen Sitzung des Finanzausschusses heute um 19 Uhr in der Taunushalle hat sich herausgestellt, dass die mit dem Investor vereinbarten Prozentsätze nur für den Eigenkapital-Anteil von 1,4 Millionen gelten.

Bisher war der Vertrag mit Anteilen von bis zu 25 Prozent für die Kommune und 24 Prozent für Privatleute auf die Gesamtinvestition von 6,4 Millionen Euro bezogen worden. Das hätte einer Beteiligung von rund 3,1 Millionen Euro entsprochen. Nun geht es nach neuen Informationen zumindest formal noch um etwa 680 000 Euro für Stadt und Bürger. Er habe dies anfangs auch anders verstanden, so Bürgermeister Frank Inderthal (SPD). Allerdings sehe er keinen Schaden. Im Gegenteil. Denn Sybac als privater Investor habe bereits zugesagt, dass sie auch die restlichen Eigenkapital-Anteile, also bis zu 100 Prozent der 1,4 Millionen, gerne an Bürger und Kommune verkauft. Wenn die Stadtverordneten seinem Vorschlag folgten, so Inderthal, und aus der Stadtkasse 300 000 Euro in die Photovoltaik investieren, blieben für die Solmser noch immer 1,1 Millionen Euro. "Damit haben wir in jedem Fall 1100 Anteile an Bürger zu vergeben, was selbst bei großer Nachfrage der Solmser reicht", sagt der Rathauschef.

Hintergrund für die Begrenzung der Anteile auf maximal 1,4 Millionen Euro ist die damit verbundene Renditeerwartung für Stadt und Privatleute, der eine Mischkalkulation zugrunde liegt. Werden - wie jetzt gerechnet - rund 80 Prozent der Gesamtkosten für den Solarpark über ein zinsgünstiges Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau finanziert, das die Volksbank abwickeln will, liegt die Ausschüttung für die restlichen 20 Prozent bei hohen rund sieben Prozent.

Ausschuss berät heute Abend

"Leiht" sich der private Investor dagegen mehr Geld von Privatleuten, an die er mehr zahlt als an die Bank, fiele die Rendite für die Bürger geringer aus. In einer Pressemitteilung hat sich die Solmser SPD am Montag mit Blick auf die "lukrative Rendite" für Stadt und Bürger für die vorgeschlagene Aufteilung zwischen Fremd- und Eigenkapital ausgesprochen, die nach ihren Angaben gebräuchlich ist.

"Die Chancen, die Wertschöpfung des Solarparks vollständig in Solms zu behalten, stehen damit ausgesprochen gut", so SPD-Fraktionschef Wilfried Paeschke. "Wir wollen die Anteile bei den Solmsern sehen und nicht an wohlhabende Zahnärzte aus dem Ruhrgebiet verkaufen", so Paeschke.