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Solarpark braucht Wechsler

07. Oktober 2011 | Solms | Wetzlarer Neue-Zeitung | Autor:

Schwertransport liefert die dringend notwendigen Stationen

Solms (fn/sap). Der Aufbau des Solarparks auf dem Galgenberg geht in die Endphase - mit Verspätung. Per Schwerlasttransport wurden zwei Wechselrichterstationen aus Kösching in Bayern geliefert.
 
 
 
Beim Aufsetzen der tonnenschweren Wechselrichterstation war auf dem Galgenberg Millimeterarbeit gefragt.(Foto: Finger)

Ursprünglich sollte der neue Solarpark in Solms allerdings bereits Anfang dieses Monats ans Netz gehen. Für die Verzögerung ist laut Energiegenossenschaft Solmser Land der "Solarboom" in ganz Deutschland verantwortlich. Es sei zu Lieferverzögerungen für die Wechsler gekommen. Sie und eine Übergabestation müssen noch angeschlossen und die Software aufgespielt werden. Laut Bürgermeister Frank Inderthal (SPD) ist die offizielle Eröffnung für den 26. Oktober (Mittwoch) geplant. Der Solarpark soll im November ans Netz gehen.

 Die Wechselrichter sind notwendig, weil nur so der von den Solarmodulen erzeugte Gleichstrom in Wechselstrom umgewandelt werden kann. Ein Kran transportierte die jeweils 48 Tonnen schweren Stationen von den Lastkraftwagen auf das vorgesehene Fundament. Bei der Positionierung war Millimeterarbeit gefragt. Der Aufbau dauerte rund sieben Stunden.

Anlage geht einen Monat später an Netz, Bürger kaufen Anteile für 1,06 Millionen

Die Stationen spielen eine entscheidende Rolle bei der Produktion von Solarenergie. Denn die Photovoltaikanlage auf dem Gelände der ehemaligen Bauschuttdeponie produziert Gleichstrom, aber in das öffentliche Stromnetz kann nur Wechselstrom eingespeist werden. Der Wechselrichter schaltet den Gleichstrom in regelmäßigen Abständen an und aus. Auf diese Weise ändert er wie der Wechselstrom ständig seine Richtung. Die Leistung des Solarparks von insgesamt drei Megawatt verteilt sich in den beiden Wechselrichterstationen auf jeweils 1,5 Megawatt. Auch eine Übergabestation, die den Strom anschließend in das Stromnetz einspeist, wird installiert.

Die Stadt hatte für den Aufbau der Anlage zur lokalen Produktion von erneuerbarer Energie den privaten Investor Sybac gewonnen. Der Solarpark kostet insgesamt 6,4 Millionen Euro, davon wurden 1,4 Millionen über Eigenkapital des Investors finanziert.

Diese Anteile stellt Sybac über die Energiegenossenschaft Solmser Land nun für eine Beteiligung der Stadt, die mit maximal 300 000 Euro dabei sein will, und vor allem von Bürgern zur Verfügung. Und die Anleihen, die eine Rendite von rund sieben Prozent in Aussicht stellen, sind bei den Solmsern offenbar gefragt. Denn bis am Freitagnachmittag lagen schon Verpflichtungserklärungen von 125 Bürgern über 1,06 Millionen Euro vor. Diese sind zwar noch nicht rechtsverbindlich. Doch die Reihenfolge des Eingangs entscheidet - falls mehr Bürger mitmachen möchten, als Anteile vorhanden sind - danach über den Zuschlag.

Aufgrund des flexiblen Anteils der Stadt haben Interessenten aber trotz der großen Nachfrage weiter Chancen. Denn die Kommune verzichtet zu ihren Gunsten im Zweifel ganz auf eigene Prozente. Am Wochenende besteht unter www.eg-solmser-land.de somit für Bürger aus Mittelhessen noch die Möglichkeit, eine Verpflichtungserklärung abzugeben. Sind alle Anteile vergeben, kommen weitere Bürger auf eine Warteliste, falls Inte-ressenten bis zur endgültigen Aufnahme in die Genossenschaft doch noch abspringen.