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Solarpark soll im September stehen

27. Mai 2011 | Solms | Wetzlarer Neue-Zeitung | Autor: Sabine Preisler

Solmser Magistrat entscheidet sich für privaten Investor aus Rheinland-Pfalz

Solms. Die Stadt Solms legt auf dem Weg zum Solarpark am Galgenberg weiter Tempo vor. Der Magistrat hat sich unter vier Bewerbern für den Investor "Sybac-Solar" aus Sinzig in Rheinland-Pfalz entschieden.

Bis zum 1. September dieses Jahres soll die Anlage "fix und fertig" stehen, so Bürgermeister Frank Inderthal (SPD) im Gespräch mit dieser Zeitung. Das sei zwar ehrgeizig, aber machbar.

Hintergrund: Für bis zu diesem Stichtag erbaute Solarparks garantiert die Bundesregierung noch die Einspeisevergütung von 22 Cent pro Kilowattstunde. Danach kürzt sie den Betrag, um wieviel ist noch nicht bekannt. "Seriöse Pläne und Kalkulationen sind derzeit nur bis dahin machbar", fügt Inderthal hinzu. Vor drei Monaten sprachen sich deshalb die Stadtverordneten in einer Sondersitzung schon vor der Wahl einstimmig dafür aus, auf der ehemaligen Bauschuttdeponie zwischen den Stadtteilen Burgsolms und Oberndorf die Sonne zu nutzen. Sie fassten den Aufstellungsbeschluss, um die Fläche für die Photovoltaik-Tische auszuweisen.

Stadt sichert für Bürger 24 Prozent und für Kommune eine Option auf bis zu 25 Prozent

Die Sybac Solar GmbH hat bislang elf entsprechende Projekte umgesetzt. In Solms soll die Anlage auf einer Fläche von 5,5 Hektar - das ist die Größe von etwa elf Fußballfeldern - entstehen und eine Leistung von 2,5 Megawatt erbringen, was dem durchschnittlichen Verbrauch von 700 Haushalten entspricht. Ausschlaggebend für die Firma Sybac war laut Rathauschef, dass der Betrieb für die städtische Fläche das beste Pachtangebot vorgelegt hat, für den Solarpark Galgenberg eine eigene GmbH in Solms gründet und dort Gewerbesteuer zahlt sowie nicht zuletzt, dass mit ihr eine Beteiligung von Bürgern und Stadt machbar ist.

"Wir wollen unseren Beitrag zur erneuerbaren Energie leisten und daran teilhaben", betont Inderthal. So liegt nächste Woche in der Stadtregierung das entsprechende Vertragswerk vor. Es sichert für die Bürger Anteile von 24 Prozent. Interessierte Solmser erhalten von der Firma im August/September genauere Informationen zu den Konditionen.

Auch die Stadt hätte mit dem Vertrag eine Option auf bis zu 25 Prozent der Anteile. "Das sehe ich zwar finanziell noch nicht, ich denke eher zehn Prozent lassen sich realisieren", so der Bürgermeister, "aber das ist eine Sache, über die das Parlament berät und entscheidet". Beansprucht die Stadt weniger, sei mehr Potenzial für die Bürger frei.

Inderthal geht dabei für den Solarpark von fünf bis sechs Millionen Euro Gesamtinvestitionskosten aus. Dass die Stadt die Photovoltaik-Panel-Anlage als Alternative komplett in Eigenregie betreibt, schließt er nach Vorabgesprächen mit der Kommunalaufsicht wegen des engen Zeitplans aus.

Denn Kommunen, so die Behörde, dürfen nach der Hessischen Gemeindeordnung nur noch dann selbst wirtschaftlich tätig werden, wenn kein privater Anbieter die Leistung erbringen will. Für eine Ausnahme wäre somit eine "umfangreiche und detaillierte" Einzelprüfung erforderlich. "Wir haben die Zeitschiene aufgemacht und wären als Stadt dann im Jahr 2012 gelandet", erklärt Inderthal.

Der nun favorisierte Zeitplan sieht dagegen nach der Entscheidung über den Vertrag eine erneute öffentliche Auslegung vor, die Behördeneinwände der ersten Phase aufgreift. So wird zum Beispiel ein "Blendgutachten" klären, wie die Solarpulte auf Stahlstelzen aufzustellen sind, damit sie weder Einwohner noch Flugzeuge stören. Der Lärmschutz wird im Bezug auf die Trafostation des Solarparks von Fachleuten vorab berechnet.

Ab 16. Juni liegen die Pläne im Rathaus aus. Für den 26. Juli, also in den Ferien, ist eine Sondersitzung des Parlaments geplant, um aus der noch als Wohngebiet ausgewiesenen Fläche per Satzungsbeschluss endgültig das Baugebiet für die Sonnenenergie zu machen. Der Wertstoffhof soll auf dem Gelände umziehen und der Bolzplatz dort erhalten bleiben.