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Sonnenstrom entlang der Hambachbahn

31. Oktober 2012 | Kerpen-Buir | Kölner Stadtanzeiger | Autor: Wilfried Meisen

Eine der größten Solaranlagen im Rheinland wurde am Hang der neuen Trasse der Hambachbahn bei Buir installiert. Auf einer Länge von zwei Kilometern sind rund 8500 Solarmodule installiert worden. Das macht eine Fläche von drei Fußballfeldern.

Kerpen-Buir . Bürgermeisterin Marlies Sieburg sprach von einem „ökologischen Leuchtturmprojekt“, als sie jetzt gemeinsam mit Vertretern des Unternehmens RWE und der Raiffeisenbank Frechen-Hürth per symbolischem Knopfdruck die neue Solaranlage bei Buir in Betrieb nahm. Auf einer Länge von zwei Kilometern sind dort am Hang der neuen Trasse der Hambachbahn rund 8500 Solarmodule installiert worden, die insgesamt eine Fläche von drei Fußballfeldern haben. Damit ist die Solaranlage eine der größten im Rheinland. Sie soll rund zwei Millionen Kilowattstunden Strom im Jahr liefern, der ins Netz eingespeist wird. Rund 530 Haushalte können damit versorgt werden. Dabei werden im Vergleich zur Stromerzeugung aus fossilen Quellen rund 1000 Tonnen Kohlendioxid im Jahr eingespart.

Rund 2,5 Millionen Euro kostet die Anlage, die von der Stadt und von 140 Bürgern finanziert wird, die sich "Energiesparbriefe" bei der Raiffeisenbank gekauft haben Die werden mit drei Prozent im Jahr verzinst und und sollen einen reißenden Absatz gefunden haben, berichtete Uwe Goldstein von der Raiffeisenbank. Gerne habe sich die Bank zur Finanzierung des Solarprojektes bereit erklärt. Schließlich lege man besonderen Wert auf Umweltschutz.
RWE Power stellte die Flächen zur Verfügung. Für den Betrieb der Anlage haben die Stadt und das Unternehmen RWE Deutschland AG die Energiepartner Kerpen GmbH gegründet. Wie Rainer Hegmann von RWE Deutschland betonte, zeige sein Unternehmen damit, dass man die Energiewende aktiv mitgestalten wolle.

Dr. Lars Kulik, Leiter Braunkohlenplanung und -entwicklung bei RWE Power, wies auf die Nähe der Solaranlage zum Tagebau Hambach hin. Dies sein "ein Signal für das Zusammenspiel von erneuerbaren Energien und Braunkohle. Unsere flexiblen Kraftwerke produzieren auch immer dann, wenn die Sonne nicht scheint oder der Wind nicht weht." Bürgermeisterin Sieburg erinnerte daran, dass der Kerpener Stadtrat erst vor einem halben Jahr den einstimmigen Beschluss gefasst hat, dass die Stadt sich an dem Solarprojekt beteiligen solle. Dass dies nun in so kurzer Zeit Wirklichkeit geworden ist, sei eine "immense Leistung". Zudem zeige es, welch großen Wert die Stadt auf die Nutzung erneuerbarer Energien lege. Aus diesem Grund plane man auch weiter eine Zusammenarbeit mit RWE. So soll jetzt gemeinsam ein "regeneratives Energiekonzept" für Kerpen erarbeitet werden.

Auch mit anderen Kommunen produziere RWE Deutschland schon gemeinsam erneuerbaren Strom, berichtete Hans-Joachim Dunkel, Geschäftsführer der Energiepartner Kerpen GmbH und Mitarbeiter von RWE Deutschland: So soll etwa die in Gründung befindliche Energiepartner Hermeskeil GmbH Nahwärme aus Holz und Biogas liefern.