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Sonnenstrom für 1250 Haushalte

15. Juni 2012 | Ellscheid/Gillenfeld | Trierischer Volksfreund | Autor: sts

Schnelle Entscheidung: Der Zweckverband Industrie- und Gewerbegebiet Gillenfeld/Ellscheid verpachtet Gewerbeflächen an die Firma Sybac. Das Eifeler Unternehmen investiert dort acht Millionen Euro in eine Freiflächen-Photovoltaikanlage.

Auf einer zehn Hektar großen Fläche montieren Arbeiter die Ständer
und Module für die neue Photovoltaikanlage. TV-Foto: Klaus Kimmling

Ellscheid/Gillenfeld. Was passiert denn da? Diese Frage werden sich viele, die häufig auf der Bundesstraße 421 in Höhe von Ellscheid unterwegs sind, seit kurzem stellen. Antwort: Für das fast schon in Vergessenheit geratene Industriegebiet Gillenfeld/Ellscheid hat sich ein Interessent gefunden, der das Areal künftig nutzen wird. Auf knapp zehn der insgesamt 13 Hektar entsteht eine sogenannte Freiflächen-Photovoltaikanlage.

Nach Auskunft der Verbandsgemeindeverwaltung in Daun investiert die Firma Sybac aus Kehrig im Kreis Mayen-Koblenz rund acht Millionen Euro in das Projekt. Fünf Millionen Kilowatt Strom sollen jährlich erzeugt werden - eine Menge, mit der rund 1250 Haushalte versorgt werden können.

Ferienpark-Pläne ad acta gelegt

Im Frühjahr war das Unternehmen auf den Zweckverband Industrie- und Gewerbegebiet Gillenfeld/Ellscheid, dem die beiden Gemeinden angehören, zugekommen.

Nach der Entscheidung, die erforderlichen Flächen an Sybac zu verpachten, konnte dank eines bestehenden Bebauungsplans schnell mit der Umsetzung begonnen werden. Und Eile ist geboten, denn die Anlage muss bis 30. Juni in Betrieb gehen, damit die Firma von der bis dahin gültigen Photovoltaikstromvergütung profitiert. Der Zweckverband hat mit Sybac einen Pachtvertrag über 20 Jahre abgeschlossen mit einer Option, zwei Mal fünf Jahre zu verlängern.

1997 war der Zweckverband Industriegebiet Gillenfeld/Ellscheid gegründet worden. Damals war vorgesehen, dass das Areal, das komplett auf Ellscheider Gemarkung liegt, genutzt werden solle, wenn im Gewerbegebiet in Mehren keine Flächen mehr vorhanden wären. Aber dazu kam es nicht. Deshalb wurde im Lauf der Jahre versucht, das Gelände parallel zur industriellen auch für eine touristische Nutzung anzubieten.

So war auch in einer im Februar vorgestellten Studie die Möglichkeit einer Realisierung eines Ferienparks mit bis zu 1500 Betten im Industrie- und Gewerbegebiet erwähnt worden. Diese eher theoretischen Ambitionen "sind mit dem Bau der Photovoltaikanlage endgültig ad acta gelegt", sagt Albert Borsch, Ortsbürgermeister von Ellscheid.

Er freut sich wie seine Gillenfelder Amtskollegin Heike Hermes, dass die so lange brachliegenden Gewerbeflächen endlich genutzt werden. "Beide Gemeinden haben ja schon einiges investiert, um Baurecht zu schaffen, Ellscheid rund 20.000 Euro. Erst wenn diese Summe über die Pachtzahlungen wieder in unsere Kasse geflossen ist, werden wir einen Gewinn machen", erläutert Borsch.

Details, was die Dörfer denn an Einnahmen zu erwarten haben, wollen weder er noch Heike Hermes preisgeben. Nur so viel: "Es tut der Kasse gut, aber es ist kein Vergleich zu einem Windrad." sts