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Sonnige Zeiten für Döbern-Land

10. Juli 2012 | Döbern | Lausitzer Rundschau | Autor: Bodo Baumert

Solarpark wird nächste Woche eröffnet / Preschen folgt Ende Juli / Genug Strom für 25.000 Haushalte

Sonnenenergie liegt derzeit in Döbern-Land im Trend. Sechs Solarparks sollen noch in diesem Jahr in den Kommunen ans Netz gehen. Insgesamt kommt Döbern-Land damit auf eine Leistung von 100 Megawatt Solarstrom.


 
Hektische Betriebsamkeit herrscht derzeit auf den Solarbaustellen von Preschen bis Friedrichshain. Die Kürzung der staatlichen Zuschüsse hat die Firmen veranlasst, ihre geplanten Projekte rasch ans Netz zu bringen. In den kommenden Wochen werden deshalb einige Vorhaben fertig. Ein Überblick:

Döbern: Der Solarpark auf dem ehemaligen NVA-Gelände an der Parkstraße ist fast fertig. "EEG-mäßig ist die Anlage am Netz", erklärt Achim Nehrenberg, Sprecher der Firma Sybac Solar. Das Erneuerbare Energiengesetz (EEG) ist die Grundlage für die Vergütung des Solarstroms. Offiziell übergeben werden soll die Anlage am 20. Juli. Wo die Präsentation stattfinden soll, wird derzeit noch geplant, so Nehrenberg. Derzeit laufen noch letzte Arbeiten auf dem Gelände. Parallel werden am nahegelegenen Umspannwerk in Döbern die Kabel verlegt, um den Strom aus dem Solarpark einspeisen zu können. 6,3 Megawatt Leistung wird der Solarpark in Döbern künftig liefern. "Damit können wir 2400 Vier-Personen-Haushalte versorgen", erklärt Nehrenberg. 5600 Tonnen CO würden durch den Solarpark künftig eingespart.

Preschen: Neben den beiden bestehenden Solarparks werden derzeit auf dem ehemaligen Flugplatz zwei weitere Großanlagen gebaut. Auch hier wird mit Hochdruck gearbeitet. "Die Anlagen gehen wahrscheinlich Ende Juli ans Netz", berichtet Uwe Eppinger, zuständiger Fachbereichsleiter im Amt Döbern-Land. Zusammen sollen die beiden Parks auf dem Preschener Flugfeld zusätzliche 50 Megawatt erzeugen.

Friedrichshain: Auf dem Gelände des ehemaligen Glaswerkes in Friedrichshain wird derzeit ebenfalls ein Solarpark gebaut. "Ich erwarte, dass die Anlage Ende Juli ans Netz geht", sagt Eppinger. 3,7 Megawatt werden dann in Friedrichshain eingespeist.

Wolfshain: Derzeit liegen die Pläne öffentlich aus. Der B-Plan bezieht sich auf das Gelände des ehemaligen Holzplatzes. Baubeginn für den Solarpark soll Ende Juli sein. "Ziel ist es, die Anlage bis 20. September ans Netz zu bringen", so Eppinger.

Jocksdorf: Neben dem Solarpark auf dem Flugplatzgelände ist in Jocksdorf ein weiterer geplant. Auf rund fünf Hektar soll der Park Jocksdorf-West entstehen. Der B-Plan ist beschlossen, die Baugenehmigung soll laut Auskunft der Amtsverwaltung in Kürze folgen. Ehrgeiziges Ziel ist es auch hier, Ende September Storm einspeisen zu können.

Unabhängig von weiteren Plänen für Windanlagen, wird Döbern-Land damit schon jetzt zu einer nennenswerten Erzeugerregion für erneuerbare Energie. "Rechnet man die bestehenden Anlagen hinzu, kommen wir auf gut 100 Megawatt", erklärt Eppinger. Gängigen Berechnungen der Branche zufolge würde das reichen, um rund 25 000 Haushalte oder – anders ausgedrückt – mehr als Forst und Döbern-Land zu versorgen.

Zum Thema:

Die Nachfrage nach Flächen für die Solarenergie ist nach wie vor groß. "Anfragen haben wir ständig. Wir haben aber keine Flächen mehr", berichtet Uwe Eppinger, Fachbereichsleiter für Bauen und Liegenschaften bei der Amtsverwaltung Döbern-Land. Konversionsflächen wie das ehemalige NVA-Gelände in Döbern, die für Solarparks genutzt werden können, gibt es keine mehr im Amtsgebiet. Andere Flächenarten sind nur noch bedingt für die Solar-Nutzung zugelassen.