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Strom für ein ganzes Dorf von der Michelshöhe

08. Mai 2014 | Sömmerda | Ostthüringer Zeitung | Autor: Bärbel Albold

Sömmerda. Auf einer Teilfläche von drei Hektar der ehemaligen Kreismülldeponie auf der Michelshöhe wird seit 26. März Strom für 465 Haushalte produziert - so viel wie für ganz Leubingen.

 
Verantwortliche von Stadt, Kreis und Baufirmen, Investoren und Planer sahen sich gestern die neu errichtete Anlage auf der Mülldeponie Michelshöhe an. Foto: Ina Renke

Am Mittwoch hatte Werner Haucke, Geschäftsführer der SYBAC-Solar Leipzig GmbH, die weiteren drei Investoren sowie die Vertreter von Kreis- und Stadtverwaltung zu einer Besichtigung eingeladen. Er stellte dabei die moderne Photovoltaikanlage vor, die auf eine Laufzeit von 30 Jahren gerechnet ist. "In dieser Zeit schenkt uns Sonne und Licht 48 Millionen Kilowattstunde (kWh) bei einer Kohlenstoffdioxid-Ersparnis von jährlich 14200 Tonnen", erklärt Haucke beim Gang durch die Reihen mit Solartafeln.

Im Juli 2012 hatte der Kreistag Sömmerda beschlossen, einen Teil des 2001 geschlossenen und renaturierten Deponiekörpers für die Solarnutzung zu vermieten. Auf die Ausschreibung meldeten sich acht Bewerber, letztlich wurde die SYBAC-Solar als rundum gut befunden und bekam den Zuschlag. Vier Investoren (drei Privatleute und die SYBC-Solar) gründeten die Betreibergesellschaft Sonnagie GMBH &Co. KG mit Sitz in Sömmerda und teilten sich in die Gesamtkosten von 1,7 Millionen Euro. Vom Beginn der Planung bis zur Genehmigung vergingen lediglich viereinhalb Monate. "Das ist wirklich ein Referenzobjekt, auf das alle Beteiligten stolz sein können", lobte Stephan Knoll von der Thüringer Landgesellschaft Erfurt. Er hob die gute Zusammenarbeit von Kreis- und Stadtverwaltung sowie Investor hervor.

Der Kreis ist beteiligt, weil er der Eigentümer der Fläche ist. Als Pacht bekommt er jetzt jährlich 4000 Euro in die kommunale Kasse. Die Stadt wiederum war für den B-Plan zuständig, weil die Deponie in der Gemarkung Tunzenhausen liegt.

Dort wiederum sind nicht die Stadtwerke Sömmerda zuständig, deshalb wird der Strom in das Netz der Thüringer Energie eingespeist und verteilt.