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Strom vom Solarpark durch Schleiz

29. August 2012 | Schleiz | OTZ | Autor: Uli Drescher

Vom Gewerbegebiet Schleiz Süd wird derzeit eine Trasse bis zum Karl-Liebknecht-Platz gezogen, denn dort stellt Eon den Einspeisepunkt ins Stromnetz bereit. Die Solarfläche kann bei Sonnenschein theoretisch 2800 Haushalte versorgen.

Stromtransport vom Solarpark am Schleizer Dreieck lässt sich nicht ohne Kabel bewerkstelligen. Gegenwärtig ist das Tiefbauunternehmen in Höhe des Schleizer Sonnenbades und gräbt sich weiter in Richtung Oschitz und Karl-Liebknecht-Platz zum Einspeisepunkt voran. Foto: Uli Drescher

Schleiz. In den nächsten Wochen wird der neu errichtete Solarpark am Schleizer Dreieck an das öffentliche Stromnetz angebunden. Dafür wird ein Mittelspannungs- und ein Steuerkabel vom Solarpark bis zum Umspannwerk im Bereich Karl-Liebknecht Platz gelegt, etwa drei Kilometer. Gegenwärtig arbeiten die Trassenleger im Bereich des Sonnenbades.

Die Kabeltrasse führt vom Solarpark entlang der K553 (Plauensche Straße) über die B 2 (Hofer Straße) vor der Ortslage über private Ackerflächen. Bis dahin ist das Kabel inzwischen verlegt. Nächster Abschnitt wird das Wohngebiet am Baumannswäldchen. Dort verläuft die Trasse von der Einmündung Eschenweg zum Ahornweg, Am Oelschweg und dann über die Oschitzer Straße zum Umspannnwerk am Karl-Liebknecht-Platz.

"Die Kabeltrasse wurde sorgfältig geplant, um die Beeinträchtigung für die Anlieger möglichst gering zu halten", sagt Achim Nehrenberg, verantwortlich für Marketing & PR bei der Sybac AG. Die Baumaßnahmen haben am 7. August begonnen und sollen bis zum 28. September 2012 abgeschlossen werden.

Die Tiefbau- und Kabelverlegearbeiten führt die Firma Clemens Reuschenbach aus Roßbach (bei Bonn) durch. Ansprechpartner vor Ort im Zusammenhang mit den Bauarbeiten ist Andreas Kleinmann Tel. (0160) 5 31 07 93.

Errichter des Solarparks ist die Firma Sybac Solar AG mit Sitz in Kehrig (Rheinland-Pfalz) und Betreiber ist die SP Solarpark Schleizer Dreieck GmbH & Co.KG mit der Geschäftsanschrift Am Schleizer Dreieck 1, 07907 Schleiz.

"Von einem Solarpark profitieren nicht nur der Betreiber und der Flächeneigentümer. Auch für das lokale Handwerk, den kommunalen Haushalt, das Image von Stadt oder Kreis sowie natürlich für die Umwelt zahlt sich dieser Beitrag zu einer dezentralen Energieversorgung aus", sagt Achim Nehrenberg von Sybac. Eine Fläche von mehreren Hektar in ein effizient und reibungslos funktionierendes Solarkraftwerk zu verwandeln, erfordere eine exakte Planung und eine sehr sorgfältige Realisierung.

Das Unternehmen Sybac gibt es seit dem Jahre 2004 und es gehört nach eigenen Angaben inzwischen zu den führenden deutschen Anbieten von Großanlagen der Solarstrom-Technik. Bis Ende 2011 hat Sybac Solar über 1000 Solarprojekte realisiert, darunter über 30 Solarparks mit mehr als einem Megawatt Leistung und einer Gesamtleistung von rund 200 Megawatt. "Die so gewonnene Sonnenenergie versorgt jährlich fast 50 000 Vier-Personenhaushalte mit Energie und verringert dabei den Kohlendioxid-Ausstoß um mehr als 117 Million Tonnen", argumentiert Nehrenberg. Alleine im Jahr 2011 habe Sybac eine Leistung von 100 Megawatt ans Netz gebracht und zähle damit nicht nur zu den führenden Solar-Projektentwicklern Deutschlands sondern der ganzen Welt.

"Von insgesamt fünf Solarkraftwerken in Thüringen ist die Anlage in Schleiz unser größtes Projekt. Sie verfügt über eine Leistung von 11,2 Megawatt Peak (MWp = Spitzenleistung) und ist damit umgerechnet in der Lage, den Energiebedarf von rund 2800 Vier-Personenhaushalten zu decken. Dabei spart sie gleichzeitig jährlich einen Kohlendioxid-Ausstoß von etwa 6500 Tonnen." Die Umwandlung von Sonnenlicht in elektrische Energie sei ein aktiver Beitrag zum Umweltschutz. Neben einem Imagezugewinn ermögliche man durch die dezentrale Produktion der Energie eine regionale Teilhabe an der Wertschöpfung. Weitere Solaranlagen des Unternehmens stehen in Thüringen in Artern (4,9 MWp), Reurieth (4,3 MWp), Voigstedt ( 3,75 MWp) und in Grabsleben ( 2,2 MWp).

Warum eine so lange Kabeltrasse vom Solarfeld bis nach Oschitz gezogen werden muss, liegt an den technischen Einspeisemöglichkeiten. "Mit über elf Megawatt gehört die Schleizer Anlage zu den größten in Thüringen. Dafür kann man nicht das Mittelspannungsnetz verwenden, sondern muss ein Umspannwerk haben wie in Oschitz", sagt Eon-Pressesprecher Olaf Werner. "Es liegt nicht immer der günstige Einspeisepunkt neben dem Solarfeld. Da kommt man um eine längere Trasse nicht herum."