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Sybac investiert 60 Millionen Euro

25. Oktober 2011 | Bad Sobernheim | Allgemeine Zeitung | Autor: Gert Schatto

SOLAR Anlagen sollen noch bis Ende des Jahres auf Pferdsfeld installiert werden

Plötzlich geht’s ganz flott: Nachdem sich die RWE vor nicht mal zwei Jahren noch heftig dagegen gewehrt hatte, aus Photovoltaik-Anlagen auf Pferdsfeld gewonnenen Strom zu bezahlen, scheint der mächtige Energiekonzern nun eingelenkt zu haben.

„Sonst würden wir ja jetzt dort nicht investieren“, sagt Achim Nehrenberg. Er ist Pressesprecher der bei Mayen und in Polch sitzenden Sybac Solar GmbH, die auf dem ehemaligen Flugplatz einen 60 Hektar großen Solarpark noch bis zum Jahresende installieren und mit dem erzeugten Strom schließlich Geld verdienen möchte. Investitionssumme: 60 Millionen Euro. Vor zwei Jahren sah das alles noch ganz anders aus. Die Triwo, Eigentümer des Flugplatzes, hatte zwar einen Investor, der auf Pferdsfeld Strom aus Sonnenkraft gewinnen und an die RWE verkaufen wollte und laut Gesetz hätte die RWE die Energie auch abnehmen müssen, doch sie weigerte sich mit vielfältigen Argumenten und ging hartnäckig durch die Gerichtsinstanzen. „Die gehen bis vors Bundesgericht“, sagte damals ein Insider, der auch wusste, dass der Energiekonzern sich nicht nur auf Pferdsfeld gegen die Vergütung wehrt.

Die Probleme, denkt Nehrenberg, sind nun ausgeräumt. Sybac wird für Pferdsfeld ein eigenes Unternehmen gründen, wie es die Mayener zuvor schon getan haben. Denn Sybac hat Erfahrung mit Solartechnik, betreibt in der ganzen Bundesrepublik entsprechende Parks und Anlagen, alleine 13 in Rheinland-Pfalz, etwa in Hasselbach im Hunsrück. Größtes Projekt des Unternehmens ist ein Park in Berlin, mehr als 73 Hektar groß.

Die Anlage auf Pferdsfeld soll in der Spitze 28,5 Megawatt gewinnen, die auf dem ehemaligen Militärgelände sitzende „Bio Energie Nahetal“ räumt dafür nördlich der Landebahn schon mal kräftig den Wald ab. Laut Sybac soll die Pferdsfelder Anlage Strom für mehr als 7000 Drei-Personen-Haushalte liefern und würde somit im Jahr knapp 17 000 Tonnen CO2 einsparen, bestätigt Nehrenberg. Laut Nehrenberg werden die Module auf Metall geschraubt, der Pressesprecher rechnet mit 65 Tonnen Stahl pro Megawatt Leistung. Die Zeit drängt. Bis Ende des Jahres könnte die Einspeisevergütung für Solarstrom um 15 Prozent sinken. Bis dahin also müsste Sybac, will man für Pferdsfelder Strom noch den vollen Satz, seine Anlage auf dem ehemaligen Militärflugplatz eingeschaltet haben.

Dass auf Pferdsfeld bald auch bis zu 200 Meter hohe Windkraftanlagen stehen sollen, stört Nehrenberg nicht: „So lange die keinen Schatten auf unsere Anlagen werfen...“