Sybac Solar News: Infos über realisierte Projekte an vielen verschiedenen Standorten und aktuelle Nachrichten zu Sybac Solar.

Von Solar-Krise keine Spur

24. Mai 2012 | Polch | Blick aktuell | Autor: Bundes Agentur für Arbeit

Die Leiterin der Landesarbeitsagentur, Heidrun Schulz, besuchte das Polcher Energieunternehmen Sybac.

Wer gute Arbeitsmarktpolitik machen will, der muss wissen, was die Unternehmer im Land umtreibt. Betriebsbesuche haben deshalb ihren festen Platz im Terminkalender von Heidrun Schulz, der Leiterin der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit. Gemeinsam mit dem Mayener Agenturleiter Günter Thull informierte sie sich nun bei Sybac Solar in Polch, einem Unternehmen, das sich vor allem mit dem Bau großer Fotovoltaik-Anlagen einen Namen gemacht hat – und trotz drohender Subventionskürzungen für die Branche zuversichtlich in die Zukunft schaut.

Wer derzeit Unternehmen besucht, die ihr Geld mit erneuerbaren Energien verdienen, schaut selten in zufriedene Gesichter. „Dass etwas geschehen musste, war klar. Aber dass die Förderungen so schnell und so drastisch gekürzt werden könnten, war nicht absehbar“, so Stephan Tarlach. Für sein eigenes Unternehmen blickt das Vorstandsmitglied der Sybac AG hingegen zuversichtlich in die Zukunft. Man selbst sei von der aktuellen poltischen Entwicklung kaum betroffen, denn als „klassischer Projektentwickler“ könne man auf allen Technologien aufbauen. „Wir sehen uns als Generalunternehmer, der von der Auswahl der Flächen über das schlüsselfertige Erstellen bis zur Betriebsführung und Wartung alles übernimmt, was zum Bau und Betrieb einer Solaranlage notwendig ist.“

Betriebsbesuch bei Sybac Solar in Polch (von links):
Sybac-Marketingfachmann Achim Nehrenberg, der Mayener Arbeitsagenturleiter
Günter Thull, Sybac-Prokurist und Aufsichtsratsmitglied Konstantin Sassen, die
Landeschefin der Agentur für Arbeit Heidrun Schulz, Sybac-Personalreferentin
Francesca Curione-Born, Sybac-Vorstand Stephan Tarrach und Arbeitgeberberaterin
Stefanie Pratt  Foto: Privat
 
Dabei ist Sybac ein typisches Beispiel für eine junge Branche, die sich nach Worten von Heidrun Schulz vor allem dadurch auszeichnet, dass ihre Unternehmen sehr individuell aufgestellt sind. 2004 begann Sybac „mit drei Leuten und viel Mundpropaganda“ die Dächer der Region mit Fotovoltaik-Modulen auszustatten. Heute gehört das Unternehmen mit den Eifeler Wurzeln zu den „Top-Ten“ der Welt, wenn es um den Bau von Großanlagen zur Solarenergie geht. Außer sieben deutschen gibt es auch Standorte in Frankreich und den USA. Neben 54 eigenen Mitarbeitern leben die Beschäftigten verschiedener Kooperationspartner von diesem Erfolg. Qualifikationsprofile, Arbeitsmärkte der Zukunft und Fachkräftegewinnung waren zentrale Themen des Austauschs.

Ein eindrucksvolles Beispiel für die Leistungsfähigkeit des Unternehmens stand den Besuchern im wahren Wortsinn direkt vor Augen: In Sichtweite des Sybac-Verwaltungsgebäudes liegt der 25 Millionen Euro teure „Solarpark Polch“, in dem in nur zwei Monaten auf 23 Hektar Fläche 54.000 Module und 830 Tonnen Stahl verbaut wurden. Die 12,8 Megawatt-Anlage erzeugt mehr als 12,5 Millionen Kilowatt Strom pro Jahr und deckt damit rechnerisch den Bedarf von rund 3.200 Vier-Personen-Haushalten ab. Trotz dieser beeindruckenden Daten sind die Sybac-Manager mit ganz anderen Themen beschäftigt, wenn sie in die Zukunft blicken. Die große Herausforderung für die Branche sei das Speichern von Energie, erklärt Tarlach. Außerdem wolle man sich neben der Solartechnik auch anderen Feldern wie Wind und Biomasse zuwenden. „Irgendwann wollen wir einen gesunden Mix an erneuerbaren Energien anbieten können. Denn darin liegt für uns die Zukunft.“