Zwei neue Solarparks stehen in Niederorschel

04. Oktober 2012 | Niederorschel | eichsfeld.thueringer-allgemeine.de | Autor: Sigrid Aschoff

2,2 Millionen Euro hat die Sybac AG in den Solarpark im Gewerbegebiet investiert. Die Arbeiten, die nur einen Monat dauerten, sind jetzt bis auf Restarbeiten abgeschlossen, die Planung und Projektsteuerung lag in den Händen der Sybac Solar Leipzig GmbH.

Bürgermeister Hans Dannoritzer (CDU) hält die Entscheidung für den Solarpark für richtig.
Foto: René Weißbach

Niederorschel. Wie Projektleiter Michael Stark gestern auf Nachfrage unserer Zeitung berichtete, wurden auf rund drei Hektar 7728 Module installiert. Die Netzeinspeisung liegt bei etwa 1.800000 Kilowattstunden pro Jahr, das heißt, um die 600 Haushalte können mit dem umweltfreundlichen Strom versorgt werden und bedeutet zudem, dass jährlich eine CO2- Emission von 1580 Tonnen vermieden wird.

Sybac hätte gern noch größer gebaut

Auf Niederorschel kam das Unternehmen, weil es dort im Gewerbegebiet freie Areale gab. "Wir suchen Flächen in Gewerbegebieten, die nach der Wende gebaut wurden und wo sich in den letzten 20 Jahren kein Gewerbe angesiedelt hat. Wir haben der Gemeinde ein Angebot unterbreitet und die Flächen gekauft", erzählt Stark und lässt nicht unerwähnt, dass die Kommune sich sehr offen für erneuerbare Energien zeigte. "Es gab kurze Bearbeitungszeiten. Mit den Genehmigungen dauert es sonst öfter länger. Von der ersten Idee an lief hier alles problemlos", lobt der Leipziger die Kommune als investorenfreundlich.

Mit dem VG-Vorsitzenden Erwin Hunold sowie Bauamtsleiter Bernd Kiel habe es eine gute Zusammenarbeit gegeben. Und der Projektleiter erklärt: "Gern hätten wir noch größer gebaut, das Gelände ist ideal." Anfang Dezember geht die Anlage, die auf einer zusammenhängenden Fläche mit Südhanglage steht, ans Netz. Froh sind Niederorschels Bürgermeister Hans Dannoritzer (CDU) und Bauamtsleiter Bernd Kiel, dass die Brachfläche endlich einer Nutzung zugeführt worden ist. "Das Gebiet wurde in guter Absicht erschlossen, doch seit 16, 17 Jahren hat sich hier nichts getan", berichtet der Ortschef und verweist auf einige Splitterflächen, die eingebunden wurden und die die Kommune sonst gar nicht losbekommen hätte.

Ganz leicht hatte es sich der Gemeinderat mit der Entscheidung auch nicht gemacht. "Wir haben diskutiert, abgewogen und waren uns letztlich einig, dass etwas passieren muss", blickt Dannoritzer zurück. Grundstücke für andere Ansiedlungswillige gibt es im Gewerbegebiet trotzdem noch. "Wir haben noch rund neun bis zehn Hektar, siebeneinhalb als Industriefläche sind noch frei", sagt Bauamtsleiter Kiel.

Hoffnung auf weitere Ansiedlungen

Er und der Bürgermeister sind sich einig, dass die Entscheidung für Sybac die richtige war, und beide hoffen nun, dass die neue Ortsumgehung, die eine schnellere Anbindung an die A 38 schafft, vielleicht doch noch den einen oder anderen Investor lockt. Einen potenziellen scheint es schon zu geben. "Es deutet sich Bewegung an", erklärte Dannoritzer, der mehr noch nicht verraten wollte. Anschlussbereit war zum 30. September der Solarpark auf dem Gelände der alten Ziegelei in Zwinge, den die Solverde Bürgerkraftwerke GmbH mit Sitz in Berlin errichtet hat. Laut Geschäftsführer Nicolai Zwosta soll der Netzanschluss Ende Oktober/Anfang November erfolgen. Solverde nutzt eine Fläche von 2,6 Hektar, investiert 3,2 Millionen Euro und setzt 11 200 Sonnen-Module ein.